Sonntag, 21. August 2011

zu optimistisch gepflanzt...

Im Frühjahr, wenn die Stauden gerade erst ihre ersten grünen Köpfchen aus der Erde stecken, sieht ein Beet doch sehr leer aus und man erliegt leicht der Versuchung, die "Lücken" zu füllen.


Auf diesem Beet (Foto von Anfang Mai) steht ganz links ein weisser Schmetterlingsflieder, daneben 3 Lavendel (einer hat den Winter oder meinen Rückschnitt nicht überlebt, also nur noch 2). Dann kommt eine Herbstanemone "Honorine Jobert". Hinter den Schlüsselblumen habe ich letzten Herbst zwei ganz niedrige weisse Herbstastern gepflanzt und rechts davon hinter der Kastanie (die mittlerweile einen anderen Platz bekommen hat) steht ein Panicum virgatum 'Heavy Metal'.

Zwischen den Schmetterlingsflieder und die beiden verbliebenen Lavendel habe ich noch eine Dahlie gepflanzt, weil "da ja noch Platz war". Tja, und heute sieht das Beet so aus:


Vom Lavendel ist nicht mehr viel zu sehen, was aber nicht schlimm ist, weil er sowieso mittlerweile (zumindest an dieser Stelle) verblüht ist. Die niedrigen Herbstastern haben sich als Riesen erwiesen und versuchen, das Gras daneben vollständig zu unterdrücken. Und die 'Honorine Jobert', die eigentlich nur 1,10m hoch werden soll, wächst eben bis 1,50m, weil in die Breite kein Platz ist. Und der Schmetterlingsflieder wächst munter in Richtung Terrasse, weil zur anderen Seite die Dahlie drängelt.

Tja, jetzt muss ich mir im Winter wohl überlegen, welche Stauden umziehen müssen und vor allem, wohin sie umziehen sollen! Der Schmetterlingsflieder bleibt auf jeden Fall, denn eigentlich ist er nicht so richtig winterhart hier, aber an dieser geschützten Stelle überlebt er selbst Winter mit -25 Grad. Und die Herbstanemone bleibt auch. Diese hohen weissen Blüten sehen vor der roten Wand zu schön aus und ausserdem mag sie umpflanzen nicht so gerne und bräuchte wieder eine Weile, bis sie sich an den neuen Standort gewöhnt hat.

Freitag, 19. August 2011

Fazit Tomaten

Dieses Jahr hatte/habe ich 4 unterschiedliche Sorten Tomaten: Moneymaker, F1 Gemini, Tumbling Tom 'yellow' und Vilma. Hier kommt das Fazit, dass ich für mich gezogen habe:

Moneymaker ist eigentlich freilandgeeignet laut Beschreibung, aber in diesen Breitengraden wohl eher eine Tomate für das Gewächshaus. Viele Früchte werden wohl nicht mehr reif werden, bevor der Spätsommer in den kühlen Herbst übergeht. Ein Gewächshaus habe ich (noch) nicht und ob das so gut geht, Tomaten im Gewächshaus zu halten, wage ich etwas zu bezweifeln. Die warme, feuchte Luft düfte Pilzerkrankungen fördern. Moneymaker werde ich nächstes Jahr nicht mehr säen.


Tomate "Moneymaker"


F1 Gemini ist eine von mir seit nun 3 Jahren erprobte Sorte und auch dieses Jahr trägt sie wieder reichlich Früchte. Sie steht am besten an einer geschützten Stelle (Dachvorsprung) vor einer warmen Wand, denn vor allem im Frühjahr kommen hier noch einige kühle Nächte. Auch die Früchte werden schöner, wenn die Pflanzen vor Regen geschützt stehen. Wir konnten seit Mitte Juli schon eine Menge wohlschmeckender Tomaten ernten und die nächsten sind auch bald reif. Diese Sorte werde ich auch nächstes Jahr wieder säen!


Tomate "F1 Gemini"


Die Tomate "Vilma" wird als Balkontomate verkauft. Ausgeizen ist nicht nötig und die reich tragenden Pflanzen werden ab Oberkante Topf etwa 50cm hoch. Auch dieses Jahr tragen meine 4 Vilmas wieder reichlich. Seit Mitte Juli können wir ernten und alle Pflanzen hängen noch voll mit reifen, halbreifen und noch grünen Früchten. Auch diese Sorte habe ich seit nun 3 Jahren und werde sie auch nächstes Jahr wieder säen!

Tomate "Vilma"


Meine gelben Hängetomaten "Tumbling Tom yellow" tragen überreichlich und sind riesig! Ich habe davon 9 Pflanzen und das sind eindeutig viel zu viele! Jeden Tag könnte ich eine Schale Tomaten ernten. Die Früchte sind klein und sehr aromatisch. Im Essen bilden sie eine nette Abwechselung zu roten Tomaten.
Hängende Tomaten an sich sind eine tolle Sache. Sie müssen nicht ausgegeizt werden und nehmen keinen Platz auf der Terrasse weg. Und sie sind eine Abwechselung zu den normalerweise mit Blumen bepflanzten Ampeln! Der grosse Nachteil ist, dass sie sehr viel Wasser brauchen. An warmen Tagen musste ich teilweise zwei mal giessen. Ampeltomaten sind also nicht geeignet, wenn man plant, in den Urlaub zu fahren. Ob ich nächstes Jahr wieder gelbe Tomaten säen werden, weiss ich noch nicht. Aber Ampeltomaten werde ich sicherlich wieder säen! Nur diesmal weniger :-).


Tomate "Tumbling Tom yellow"

Donnerstag, 18. August 2011

Ein Abendspaziergang im Garten

Ein wunderschöner Abend! Der Himmel ist blau und der Garten leuchtet in warmem Spätsommergold. Zeit für einen Spaziergang mit der Kamera.


Meine Clematis Paul Farges "Summer Snow".


Fruchtstand der Clematis "Alpina Plena".




Die Kartoffelrose Rosa Rugosa "Alba". Schade, dass man den wunderbaren Duft der Blüten nicht einfangen kann!
 

Eine Zucchiniblüte.


Die dritte Blüte meiner roten Löwenmäulchen. Nach jeder Blüte habe ich die verblühten Teile abgeschnitten und sie haben neu ausgetrieben. Meine weissen Löwenmäulchen haben nur 2 Blüten geschafft. Nachdem meine weissen Löwenmäulchen die letzten beiden Winter überstanden haben, hoffe ich, dass die roten nächstes Jahr auch wiederkommen!

gefiederter Besuch

Wir hatten mal wieder gefiederten Besuch im Garten: zwei Feldlerchen in Gesellschaft einer Bachstelze.


Und vor einigen Tagen hatten wir einen ordentlichen Regenguss. Die Bachstelzen, die sich sonst immer auf unserem Rasen tummeln, wurden wohl davon überrascht und mussten sich unterstellen. Zu süss, wie sie ihre Köpfe einziehen.





Himbeeren haben Stacheln...

... und meine Arme sind total zerkratzt. Aber jetzt habe ich wieder Ordnung im Beeren- und im Kräuterbeet :-).
Ich habe vor 2 Jahren eine Stachelbeere (Hinnonmäki rot), drei Himbeeren (Glen Ample, Meeker, Heritage) und eine Brombeere (Navaho) gekauft. Die Himbeeren und die Brombeere habe ich an das Spalier an der Terrasse gepflanzt. Sie bieten jetzt zum Ende des Sommers einen schönen Sichtschutz zur Strasse. Der Nachteil ist nur, dass sie Ausläufer bilden wie verrückt... Ich habe gerade einen riesigen Müllsack mit Ablegern ausgegraben, die Freunde von uns bekommen.
Ausserdem haben die Himbeeren ihre Wurzeln auch in mein Kräuterbeet ausgestreckt und überall gingen kleine Himbeerpflanzen auf, so dass ich alle Kräuter ausgraben und von Himbeerwurzeln befreien musste.
Glen Ample und Meeker haben dieses Jahr gar nicht getragen. Das Problem ist, dass diese Himbeeren an den zweijährigen Trieben fruchten, diese aber den harten Winter nicht überlebt haben... Heritage ist eine herbstragende Sorte, die an den diesjährigen Trieben fruchtet. Die Triebe sind mittlerweile auch voll - voll Knospen... Ob wir dieses Jahr noch ernten werden? Immerhin kommt hier jetzt der Herbst. Tagsüber ist es nur noch selten über 20 Grad und nachts schon teilweise enpfindlich kalt. Letzte Woche hatten wir eine Nacht mit nur 4 Grad (meine armen Tomaten...).
Die Stachelbeere war eigentlich eine Säulenstachelbeere, aber diverse Stürme haben die Säule leider mehrfach abgeknickt, so dass ich jetzt einen Stachelbeerbusch habe. Die Ernte war etwas "stachelig" :-), aber aus den 400g habe ich ein leckeres Glas Marmelade gekocht! Mmmmhhhh, da werden Kindheitserinnungern wach :-).

Sonntag, 14. August 2011

Pflaumenbaum

Ganz spontan habe ich gerade einen Pflaumenbaum bestellt. Ich war eben bei der Nachbarin, die nach 4 langen Jahren des Wartens endlich Pflaumen an ihrem Baum hat, und durfte dort probieren. Und ooooooohhhhhhhh wie lecker die waren! Nicht zu vergleichen mit den runden Pflaumen, die man hier im Supermarkt kaufen kann. Richtige Zwetschgen gibt es hier gar nicht. Und ich liebe Pflaumenkuchen, Milchreisauflauf mit Pflaumen, Pflaumenmarmelade, Zwetschgenknödel undundund. Jetzt muss ich nur noch auf den Baum warten und dann einige Jahre in schmachtend anschauen, bis ich endlich aus der ersten Pflaume einen Kuchen, einen Milchreisauflauf, Zwetschgenknödel und Pflaumenmarmelade kochen kann :-D. Die Sorte heisst übrigens "Opal E" und ist hart bis zur schwedischen Zone 5. Wir sind hier zwischen 3 und 4, aber es wachsen an geschützten Stellen auch Pflanzen, die nur bis Zone 2 hart sind.

Dienstag, 9. August 2011